TCM by Jessica Noll

Kinder und die Behandlung mit der TCM

Gesundheits – Begleitung bei Kindern 

In China wird seit Jahrtausenden viel Zeit und Aufmerksamkeit in die Gesundheitspflege investiert. Für uns bedeutet das, die Kinder genau zu beobachten um individuelle Tendenzen/ Störungen zu erkennen und Ungleichgewichte frühzeitig wahrzunehmen. Mit einfachen Mitteln wie Anpassung der Ernährung oder Massagen können wir gemeinsam mit den Eltern vorbeugen, im Krankheitsfall schnell handeln und größere Dysbalancen vermeiden.

Durch die Behandlung Ihres Kindes stärken Sie individuelle Schwächen im jeweiligen Alter und lassen Krankheiten vom Körper selbst überwinden. Die Chinesische Medizin fördert die gesunde Entwicklung des Kindes und trägt dazu bei, daß Krankheiten nicht chronisch werden.

 

"Wir behandeln das Kind jetzt - für seine Zukunft!"

(JulianScott, Kinderakupunkteur)

Kinder Diagnostik und Behandlung

Vor Behandlungsbeginn bekommen die Eltern einen Fragebogen. So kann sich der Therapeut im Erstgespräch mehr auf das Kind konzentrieren und die Geduld des Kindes wird nicht überstrapaziert. 

 

Durch die Puls- und Zungendiagnose können Erkrankungen festgestellt werden. Bei Säuglingen bis zum dritten Lebensjahr wird statt der Pulsdiagnostik eine Zeigefingerdiagnostik durchgeführt. Mittels Ertasten des Pulses an der oberflächlichen Vene am Zeigefinger kann eine Aussage über den Gesundheitszustand getroffen werden.

 

Auf dem Schoß der Eltern lässt sich auch ein kleines Kind ohne Angst gut behandeln. Oft bringt wird das Lieblings – Bilderbuch oder ein Spielzeug mitgebracht.

 

Einige Techniken können auch in das Spiel der Kinder eingebunden werden, hier sind der Kreativität der Therapeuten keine Grenzen gesetzt.

 

Impfbegleitung bei Kindern 

Ein weiteres wichtiges Thema -insbesondere bei Kindern- ist die Begleitung von Impfungen. Das heißt, wir prüfen vor einer Impfung, ob Ihr Kind genug Energie hat um die Impfung gut annehmen zu können. Direkt nach der Impfung leitet wir dann aus Sicht der TCM unerwünschte Nebeneffekte der Impfung wieder aus.

Hier erfahren Sie mehr über dieses Konzept und die Sichtweise der TCM von Impfungen.

 

Shonishin- Japanische Kinderakupunktur

Shonishin ist japanisch und bedeutet:

 Shoni – Kind

Shin – Akupunkturnadel

Shonishin ist eine Behandlungsmethode, die in Osaka in Japan während der letzten 250 Jahre entstanden ist.

Insofern zählt sie nicht direkt zur TCM, ist aber eine optimale Ergänzung in der Behandlung von Kindern. Tatsächlich beruht auch die klassische Chinesische Medizin eher auf „Halten“ eines Punktes oder oberflächlicher Nadelung.

Bei Kindern fließt das Qi noch sehr oberflächlich und mit Hilfe der Shonishin Behandlung kann geschwächten oder kranken Kindern ihre „Lebensenergie“ zurückgegeben werden.

Die Behandlung findet Anwendung in der Prophylaxe und der Regulierung von Dysbalancen, indem streichend oder klopfend über Akupunkturpunkte und Meridiane behandelt wird.

Die sanften Streichungen und Klopfungen werden von den Kindern in der Regel als sehr angenehm empfunden.

Oft genießen die Kinder die Behandlung sogar!

Die eigentliche Behandlung dauert nur drei bis fünf Minuten, mit dem Ergebnis, dass das Kind glücklich ist und ein Lächeln auf dem Gesicht hat.

Da der Säugling und das Kleinkind nur wenige Reize benötigen, sind sie noch sehr empfänglich für diese Behandlung.

   

Geeignet ist Shonishin jedoch auch für ältere Kinder, Jugendliche, sensible Menschen oder Patienten mit einer Nadelphobie. 

Massagen bei Kinder: Tuina eine tolle Ergänzung  

Kinder Tuina ist eine chinesische Präventiv- und Heilmassage für Kinder vom Säuglings- bis zum Jugendalter.

Die Technik der Tuinabehandlung ist eine sanfte Massage und wird von den Kindern als sehr angenehm empfunden. Mit Daumen, Zeige- , Mittelfinger und Handballen werden lokale und auch reflektorische Reize bewirkt. Es können kühlende und auch wärmende, sammelnde, zerstreuende, sowie sowie anregende, als auch beruhigende Wirkungen erzielt werden.

Das Schöne an dieser Technik ist, dass sie spielerisch angewendet werden kann. Die Kinder sitzen oft auf dem Schoß der Eltern und die Massage wird mit Kitzeleinheiten oder „Pizza backen“ verbunden. Außerdem kann den Eltern für zu Hause ein einfacher aber individueller Behandlungsplan Plan mitgegeben werden. Wenn diese „Hausaufgaben“ nur 5-10 Minuten täglich gemacht werden, ist eine schnelle Besserung und Stärkung des Immunsystems zu erwarten.

In China gehört Kinder-Tuina fest in den Ausbildungsplan für TCM-Kinderärzte und wird viel in TCM-Krankenhäusern angewendet. Da Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und sich sowohl Diagnose als auch Techniken deutlich von Erwachsenen unterscheiden, ist eine spezielle Ausbildung wichtig! Basis-Techniken können dann gut den Eltern vermittelt werden.

Mehr Informationen und Hintergünde können Sie hier erfahren.

Angewendet werden kann dieses Tuina sowohl bei akuten als auch bei chronischen Erkrankungen. Das Qi der Kinder ist noch sehr oberflächlich und lässt sich leichter regulieren und stärken als bei Erwachsenen. Zudem sind die Krankheitsmuster meist noch nicht so komplex und die Behandlungen sprechen schnell an. 

In der auf Kinder spezialisierten TCM-Praxis gibt es auch “Hausaufgaben” für die Eltern: Ähnlich wie bei einer Kräuterrezeptur wird eine ganz individuelle Tuina-Rezeptur erstellt und für die Eltern erklärt und aufgezeichnet.

 

Tuina bei Kindern: Folgende Techniken werden unterschieden:

Tuifa:

“Schieben” in einer Linie und in einer Richtung- entweder zum Körper oder vom Körper weg, keine Kraft, aber leichter Druck, fester Rhythmus, z.B. auf dem Unterarm.

Roufa:

“Kneten” auf einem einzelnen Punkt, sanft, aber mit Druck und in die Tiefe gehend, meist auf Akupunkturpunkten angewendet.

Yuntui:

“Kreisen” in einer gleichmäßigen Bewegung mit leichtem Druck, z.B. auf dem Handrücken.

Koufa:

“Klopfen” mit der Fingerkuppe, senkrecht zur Hand mit einer leichten Bewegung aus dem Handgelenk, z.B. auf dem Handballen.

Fentui:

“Aufschieben” mit beiden Daumen in entgegengesetzte Richtung bzw. auseinander führend, z.B. am Handgelenk.

Niefa

“Kneifen” als kurzes Anheben der Haut, einen kurzen aber intensiven Reiz auslösend, z.B. auf dem Rücken.

Nicht alle Leitbahnen und Punkte sind identisch mit denen von Erwachsenen. Zum Beispiel sind an der Hand/ den Fingern alle Leutbahnen abgebildet. So lässt sich durch die Behandlung alleine von den Fingerkuppen das Kind intensiv behandeln- oft, ohne dass Akupunktur notwendig ist.

Für Zuhause:

Möchten Sie wissen, welche Techniken Sie selbst erlernen können:

 

Schauen Sie bei unseren Workshops für Eltern und Co. oder lesen erfahren Sie mehr in unserem Blog.