TCM by Jessica Noll

Stärken Sie Ihr Immunsystem mit der TCM 

In China wird seit jeher eher vorbeugend behandelt. Das bedeutet die Stärkung möglichst bevor eine Erkrankung oder Schwäche eintritt. Vor allem für das  Immunsystem ist das wichtig.

Eine wichtige Säule der Gesundheitserhaltung ist die Ernährung. Wie immer, achten wir in der chinesischen Medizin hier besonders auf die Balance– abgestimmt auf die Jahreszeit.

 

Für die Herbst- und Winterzeit heißt das, dass insbesondere wärmende Speisen an Bedeutung gewinnen. So können wir das Yang stärken, welches ansonsten eher im Sommer mit Wärme und Sonnenschein in Fülle ist. Auch hier gehen wir mit den Jahreszeiten: im Herbst helfen uns vor allen Dingen warme Suppen und Eintöpfe, im Winter dürfen auch mehr und mehr warme oder sogar heiße Gewürze verwendet werden. Diese finden wir in typischen winterlichen Rezepten wie zum Beispiel die Gewürze Zimt und Nelken.

 

Doch auch in diesen Jahreszeiten sollte die Unterstützung des Yin nicht vergessen werden. Das Yin spiegelt zum Beispiel den Säftehaushalt wieder. Wer zu Trockenheitssymptomen neigt, sollte besonders im Winter darauf achten, auch säfte-spendende Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Menschen, die eher zu Feuchtigkeit tendieren, sollten mit diesen Nahrungsmitteln vorsichtig sein. Yin-nährende Nahrungsmittel in der Winterzeit sind insbesondere Trockenfrüchte.

Wie können Sie also ihr Immunsystem über die Ernährung unterstützen?

 

  • Starten Sie mit einem warmen Frühstück in den Tag! Trockenfrüchte wie Rosinen oder Aprikosen und Saaten wie Sesam oder Leinsamen sowie Walnüsse und wärmende Gewürze päppeln Ihren Getriedebrei auf. Doch auch ein deftiges Frühstück ist empfehlenswert. Hier bieten sich zum Beispiel stärkende Suppen, Eier oder Tofu-Speisen mit guten Gewürzen und frischen Kräutern so an.

  • Gehen Sie mit den Jahreszeiten! Bereiten Sie ihre Mahlzeiten mit regionalen und saisonalen Gemüse zu. Verzichten Sie auf Rohkost – denn ab jetzt ist Suppen- und Eintopf-Zeit. Und auch rohes Obst sollte nur in Maßen verzehrt werden. Im Winter eignen sich Kompotte und eingemachtes Obst sehr viel besser.
  • Wenn auch nicht unbedingt zwingend notwendig, darf es aus Sicht der chinesischen Medizin im Winter auch gerne ein Stück Fleisch sein. Zu beachten ist, dass das Fleisch im Allgemeinen nur einen geringen Anteil an der Mahlzeit hat und nicht den Hauptbestandteil ausmacht. Wärmende Fleischsorten sind zum Beispiel Lamm oder Wild Fleisch.
  • Nutzen Sie Winter-Gewürze! Zimt, Nelken, Kardamom und frischer Ingwer gehören dazu. Aber bitte alles in Maßen und nicht bei Hitzesymptomen wie starkes Halsweh oder Schwitzen.
  • Seien Sie sparsam mit Südfrüchten! Die meisten Süd- und speziell Zitrusfrüchte sind aus Sicht der chinesischen Medizin energetisch kühlen oder sogar kalt. Im Hinblick auf den Makrokosmos lässt sich das durch den Ursprung erklären: diese Früchte wachsen im Allgemeinen insbesondere in warmen Ländern. Für unseren Winter sind sie nicht ideal. Da nun aber insbesondere Apfelsinen und Mandarinen inzwischen für viele zur Weihnachtszeit dazu gehören, raten wir hier nur zu etwas Achtsamkeit. Oder sie erwärmen das Obst einfach – auch dann ist es für den Körper besser bekömmlich.

 

Was tun, wenn Sie Kälte spüren? 

 

Oftmals beginnt eine Erkrankung mit Kältegefühl. Wenn wir schnell reagieren, ein gutes Immunsystem und auch etwas Glück haben, bleibt es vielleicht bei einer kleinen Schnupfennase oder einer leichten Erkältung.

 

Spüren Sie Kälte in ihrem Körper, zum Beispiel durch Unwohlsein und frösteln, eine laufende Nase, oder leichtem trockenen Hals Kratzen sollten Sie reagieren. Achten Sie in dem Moment noch mehr auf warme Mahlzeiten und verzichten Sie komplett auf kalte Speisen und Zitrusfrüchte. Ein warmer Ingwer Tee kann ebenfalls helfen die Kälte zu vertreiben, genau wie eine kräftige Brühe. Verwenden Sie hier ruhig zusätzlich frische Frühlingszwiebeln, auch diese können Kälte zerstreuen und den Infekt abwehren.

 

Sollten Sie merken, dass die Erkältung stärker wird, ist eine differenzierte  Unterscheidung notwendig: in der TCM ist Erkältung nicht gleich Erkältung. Wir haben beispielsweise den Kältetyp eine Erkältung wo auch im weiteren Verlauf frieren, klarer Schnupfen und lockerer Husten im Vordergrund stehen.

Eine Erkältung kann aber auch in Hitze münden: hier stehen oft die Halsschmerzen und Fieber im Vordergrund. Dazwischen gibt es natürlich viele weitere Unterscheidungen, die sich nicht so einfach pauschalisieren lassen.

 

Ein passendes Rezept für eine Kraftsuppe nach der chinesischen Medizin finden Sie in unserem Blog.

 

Wärmen von Akupunkturpunkten

Bei einer bestehenden Schwäche durch z.B. Überarbeitung, einer vorangegangenen Erkrankung oder einer Autoimmunerkrankung sollten Sie das Abwehr-Qi vor der feuchten und kühleren Herbstzeit und im Winter zusätzlich stärken.

 Der „Booster“ des Immunsystems ist nach gründlicher Einführung ein einfaches Mittel zur Selbstbehandlung. Deshalb bieten wir unseren Patienten und allen Interessierten ein besonderes Angebot an.